TUIfly löst HLX ab

Der Reise- und Schifffahrtskonzern TUI will mit drastischen Kostensenkungen und einem massiven Personalabbau seine Talfahrt bremsen. Zugleich nahm das Unternehmen seine bisherige mittelfristige Gewinnprognose zurück. TUI-Chef Michael Frenzel will aber an seinem grundsätzlichen Kurs festhalten. Eine Trennung von der Schifffahrt sei derzeit kein gangbarer Weg, sagte Frenzel am Freitag in Hamburg. Um den Weg aus der Krise zu schaffen, beschloss der TUI- Aufsichtsrat neben Kostensenkungen und Jobabbau eine neue Strategie im Flug- und Internetgeschäft mit Milliarden-Investitionen. Kernpunkt ist die neue Marke TUIfly, die aus der Fusion der beiden TUI Airlines HLX und HapagFly entstehen soll.

"Ich sehe in der Markenentscheidung für TUIfly ein deutliches Bekenntnis des TUI-Konzerns zu einem eigenständig weiter wachsenden Airlinegeschäft. Die Visualisierung unserer neuen Marke unterstreicht die TUI-Markenwerte Qualität sowie Zuverlässigkeit und steht für einen hohen Bekanntheitswert?, so Roland Keppler, der bei TUIfly als Geschäftsführer u.a. den Bereich Vermarktung/Vertrieb verantwortet.

Eine neue Fluggesellschaft TUIfly.com und soll das Ergebnis der TUI bis 2008 um 60 Millionen Euro verbessern. Am Freitag, 15. Dezember, landete am Flughafen Hannover-Langenhagen eine erste Boeing 737-800 in der neuen Flugzeugbemalung. Die gelben Flieger mit dem markanten, roten Schriftzug TUIfly.com werden in den kommenden Wochen die alten HLX- und Hapagfly-Flugzeuge ersetzen.

Im Kreuzfahrt-Massengeschäft beteligt sich TUI bis 2010 schrittweise bis auf 25 Prozent an den deutschen Aktivitäten des Kreuzfahrt-Weltmarktführers Carnival, der AIDA. 2010 soll das erste TUI-Kreuzfahrtschiff über die Meere fahren. Frenzel sprach von einem markenstarken Segment mit überschaubarem Risiko und Kapitaleinsatz. TUI will sich zudem verstärkt auf die Vermarktung im Internet konzentrieren und in den kommenden drei Jahren einen jährlichen Zuwachs von 50 Prozent erreichen. Damit soll schließlich mehr als ein Viertel des Umsatzes über das Internet erzielt werden. Derzeit sind es 18 Prozent.


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Nachricht vom 17.12.2006

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