Billigflieger müssen wegen Öl Preise anheben
Wie die Welt berichtet werden die Kerosinpreiszuschläge bei den Billigfliegern versteckt. So seien beispielsweise die sog. Billigkontigente zugunsten teuerer Plätze verkleinert worden um die gestiegenen Ölpreise aufzufangen.
Die Billigfluggesellschaft Germania Express (Gexx) hatte bereits im August 2004 als zweite deutsche Fluglinie nach dem Marktführer Lufthansa einen Kerosin-Zuschlag in Höhe von 3 EUR eingeführt.
?Bei den Billigfliegern sind die Kerosinkosten anteilig sogar höher an den Gesamtkosten als bei den traditionellen Fluggesellschaften?, sagte der Ressortleiter Verkehr des Hamburger Reisefachblatts FVW, Georg Jegminat. Offiziell lehnten Ryanair, Easyjet und Co. Kerosinzuschläge nach dem Muster der Lufthansa zwar ab, betonte Jegminat. ?Ich gehe aber davon aus, daß sie indirekt die Preise erhöhen werden?. So würden etwa Billigkontingente zugunsten teuerer Plätze verkleinert. Für die Kunden sei dies oft nicht ersichtlich.
Die Lufthansa hatte zuvor erneut Preiserhöhungen angekündigt, die sie mit den gestiegenen Kerosinpreisen begründete. Ab dem 15. Oktober müssen Reisende für innerdeutsche und Europaflüge für jeden Streckenabschnitt fünf Euro mehr zahlen, bei Langstreckenflügen sind es sogar zehn Euro mehr pro Richtung. Es ist nach dem August bereits die zweite Preisrunde in diesem Jahr. Hin- und Rückflüge in Deutschland und Europa haben sich damit insgesamt durch Kerosinzuschläge binnen zwei Monaten um 14 Euro verteuert. Bei Langstrecken summieren sich die Kerosinaufschläge seit August auf nun 34 Euro für eine Hin- und Zurückverbindung.
Quelle: Welt.de
Nachricht vom 08.10.2004
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