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Kinshasa - von Léopoldville zur Metropole

Wohl kaum eine Stadt hat eine derart rasante Entwicklung genommen, wie die kongolesische Metropole Kinshasa. Erst 1881 als kolonialer Handelsposten gegründet, ist die Stadt heute mit über acht Millionen Einwohnern kulturelles, wirtschaftliches und politisches Zentrum des Staates - und das mit allen angenehmen und auch weniger schönen Seiten einer afrikanischen Weltstadt.

Wer sich vom ca. 17 Kilometer südöstlich von Kinshasa liegenden Airport entweder mit dem regelmäßigen Shuttlebusverkehr oder dem Taxi in die Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo begibt, taucht in das pulsierende politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes ein. Die Gründung eines Handelspostens während der Kolonialzeit im Jahr 1881 war der Startschuss für eine fulminante Siedlungsentwicklung.

Von 1885 bis 1908 war das Kongobecken mitsamt seines Hinterlandes im Privatbesitz des belgischen Königs des Leopold II und Schauplatz der berüchtigten Kongogräuel. Bis zur Unabhängigkeit und bis zur Machtergreifung 1965 von Joseph-Désiré Mobutu erinnerte der Stadtname Léopoldville (ndl. Leopoldstad) an den einstigen Monarchen, wurde dann 1966 aber nach dem Namen eines ehemaligen im Stadtgebiet liegenden Dorfes in Kinshasa umbenannt.

In ihrer vergleichsweise kurzen Geschichte wuchs die Stadt zu der drittgrößten Metropole des afrikanischen Kontinents mit rund 8,1 Millionen Einwohner an und ist heute das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes. Kinshasa liegt am Pool Malebo, einem 30 Kilometer langen und 21 Kilometer breiten See, zu dem sich der Fluss Kongo vor seinem Durchbruch durch die Niederguineaschwelle aufstaut. Oberhalb dieses Sees Malebo ist der wasserreiche Kongo auch schiffbar, unterhalb machen zu viele Stromschnellen die Schifffahrt unmöglich.

Die Geschichte des Landes, die sich auch in den Werken kongolesischer Kunst ausdrückt, ist eindrucksvoll im Nationalmuseum der Hauptstadt (Musee National de Kinshasa: Traditionelle kongolesischer Kunst) sowie in den Museen der Universität (Musée de l'Université de Kinshasa: Prähistorie und Völkerkunde) zu bewundern. Staatsmännisch mondän hingegen geht es in der Cité de lOUA sowie dem Stadtteil Gombe zu, in denen die Ministerien bzw. das Diplomatenviertel beherbergt sind. In Gombe liegt mit dem Boulevard du 30 Juin, benannt nach dem Tag der Unabhängigkeit des Landes am 30. Juni 1960 auch die wichtigste Hauptstraße der Stadt, während das Nachtleben von Kinshasa in der Zone de Matonge mit ihren zahlreichen Restaurants und Bars stattfindet.

Wer die Reise nach Kinshasa antritt, darf getrost auf gewichtige und wärmende Kleidung im Reisegepäck verzichten. In dem tropischen Klima ist der Juli mit durchschnittlich 22,0 Grad Celsius (!) der kälteste Monat des Jahres. Gleichwohl weicht dieser Wert auch in den heißesten Monaten März und April nur wenig bis auf 26,8 Grad nach oben ab und Mai konzentrieren.

Übrigens: Wer dann doch noch ein Denkmal an die Kolonialzeit sehen will, der findet das 1967 demontierte sechs Meter hohe Reiterstandbild Leopolds II. da, wo es hingehört: im Museum am Mont Ngaliema unterhalb des Verteidigungsministeriums.

Bewertung Kinshasa-NDjili

Erholung Wertung: 3 von 5 Sternen
Shopping Wertung: 3 von 5 Sternen
Sightseeing Wertung: 3 von 5 Sternen
Bars & Clubs Wertung: 3 von 5 Sternen
Kosten Wertung: 3 von 5 Sternen
User-Bewertung Wertung: 3 von 5 Sternen
 

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